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| 7,5 m² Luftkollektoranlage zur Trocknung, Lüftung und Heizungsunterstützung eines Wochenendhauses in Murnau |
![]() Eine alte Jagdhütte im Murnauer Land wurde seinerzeit traditionell mit Torf und Sägespänen gedämmt. Die heutige Nutzung als Wochenendhaus bedeutet für das Gebäude eine ganz andere Feuchtigkeitsbelastung als die für Ihren ursprünglichen Zweck gewählte Konstruktion verkraftet. Das Alter einiger Bauteile trägt ausserdem sicherlich zusätzlich zur etw. modrigen Geruchsbelastung bei. ![]() Die Entscheidung zusätzlich zum bestehenden Holzofen eine Luftkollektoranlage zu wählen, entstand auch aus dem Wunsch einer Komforterhöhung für den Winter und die Übergangszeit. Während der nicht genutzten Zeit wird trotzdem eine Grundlast für die Wärmeversorgung in das Bauwerk eingebracht. Die Aufheizzeit auf Wohntemperatur bei Wiederinbetriebnahme verkürzt sich erheblich. Während der nicht genutzten Zeit wird trotzdem ständig gelüftet. ![]() Nach den ersten Wochen der Trocknung wird sich ein ausgeglichenes Wohnklima einstellen. Die durch die Wochenendnutzung eingebrachte Feuchtigkeit kann problemlos während der Woche bei geschlossenen Fenstern und Fensterläden (Einbruchschutz) abgelüftet werden, und reichert sich nicht mehr in den Bauteilen an. Die abgetrockneten Umfassungsbauteile erbringen deutlich günstigere Dämmeigenschaften. Die Reduzierung des Brennstoffverbrauchs kann bis zur Halbierung der ursprünglich benötigten Menge gehen. Die eigentlich bereits deutlich überschrittene Standzeit der schon seinerzeit als temporär einzustufenden Bauweise wird sich durch die Luftkollektoranlage nochmals deutlich verlängern. ![]() Eine besondere Herausforderung waren in diesem Fall die Falzziegel von 1894! Die Haltekonstruktion musste auf die heute ungewöhnliche Bauhöhe der handgeformten Ziegel angepasst werden. Der bemerkenswert gute Zustand der Tondachplatten sprach in jedem Fall gegen einen Austausch der historischen Deckung. Hier treffen sich nach über einem Jahrhundert zwei jeweils innovative Technologien. (Die Einführung des Falzziegels erlaubte seinerzeit flachere Dachneigungen bei deutlich geringerem Flächengewicht und höherer Dichtigkeit gegenüber der bis dahin traditionell üblichen Deckung mit Biberschwanz-Dachplatten) ![]() |
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